Steinway & Sons: Zwischen Tradition und Innovation

Meisterhafte Handwerkskunst und die Leidenschaft für Musik prägen Steinway & Sons seit über 165 Jahren. SOCIETY hat mit Tobias Schröter gesprochen, der seit September 2021 die Position als Country Manager von Steinway & Sons in Österreich innehat.

Als Country Manager eines der renommiertesten Instrumentenbauer der Welt muss ich Sie natürlich fragen, was ihre persönliche Verbindung zur Musik ist und auch was diese Aufgabe für Sie persönlich bedeutet?

Musik hat mich mein ganzes Leben begleitet. Für meine Eltern war es immer klar, dass ich ein Instrument spielen darf. Meine Wahl fiel dann auf das Klavier. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir so den Zugang zur Musik ermöglicht haben und es ist ein Geschenk für mich, Ruhe und Entspannung zu finden, wenn ich mich ans Klavier setze.

Der «Mythos Steinway» reicht bis ins Jahr 1853 zurück, als Heinrich Engelhard Steinweg mit seinen Söhnen das Unternehmen in New York gründete und kurze Zeit später sein Sohn das Werk in Hamburg eröffnete. Wann und wie traf Steinway & Sons in Österreich ein?

Wann genau der erste Steinway Flügel nach Wien gekommen ist, weiß ich leider nicht. Jedoch wurde William Steinway (Sohn des Gründers Henry Steinway) am 21. Jänner 1896 von Kaiser Franz Joseph I. zum K.u.K. Hoflieferanten ernannt. Natürlich gab es noch weitere Klavierbauer, die diesen Titel erhielten, für mich ist das Datum jedenfalls der Anfang der engen Beziehung von Steinway zu Wien.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen und welche spannenden Aufgaben erwarten Sie in nächster Zeit?

Die größte Herausforderung und gleichzeitig eine spannende Aufgabe ist der Umbau unseres Geschäfts am Opernring. Steinway & Sons sieht Wien als ganz besonderen Standort. Wir werden in unseren Räumen nicht nur Platz für Konzerte schaffen, sondern auch dem Traum vom Steinway Flügel ein neues Zuhause geben.

Da unsere Flügel auf Bühnen in aller Welt stehen, erleben wir es immer wieder, wie Menschen mit leuchtenden Augen unser Geschäft betreten und unsere Instrumente bewundern.

Für die Zeit des Umbaus bis zum Grand Re-Opening im September 2022 haben wir einen Pop-up-Store in der Weihburggasse 11 im Ersten Bezirk. Hier planen wir ebenfalls spannende Veranstaltungen und freuen uns natürlich, dort weiter Treffpunkt für Künstler und Liebhaber zu sein.

Steinway & Sons baut mit viel Liebe zum Detail Klaviere und Flügel in bestechender Qualität. Der Leitsatz des Firmengründers lautete «to build the best piano possible». Wie bleibt Steinway & Sons diesem Leitfaden treu und ist gleichzeitig auch noch innovativ?

Das besondere an einem Steinway Flügel ist die Beständigkeit, mit der sie hergestellt werden. Weil der Firmengründer stets das Ziel hatte, die besten Instrumente zu bauen, haben wir heute eine Basis die uns erlaubt, besonders in den Details die Qualität sogar noch zu erhöhen. Steinway ist sich auch beim Schritt in die digitale Welt treu geblieben. Mit dem Spirio hat Steinway zum Beispiel 2015 ein Selbstspielsystem für Flügel auf den Markt gebracht. Ein mit dem „Spirio R“ ausgestatteter Flügel ist genauso zu spielen wie ein herkömmlicher. Erst wenn man mit dem iPad ein Stück aus der mehr als 4000 Titel umfassenden Bibliothek wählt, holt man sich weltbekannte Pianisten – von Horowitz bis hin zu Lady Gaga – ins Wohnzimmer. Außerdem kann man sich selbst oder Familie und Freunde beim Klavierspielen aufnehmen und diese Erinnerungen für immer behalten.

(c) SOCIETY/Pobaschnig

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