Ukrainomania: Das Volkstheater auf den Spuren von Joseph Roth

Unter dem Titel „Ukrainomania – Revue eines Lebens“ wandelt das Ensemble des Volkstheaters unter der Regie von Jan-Christoph Gockel auf den Spuren des Feuilletonisten und Autors von Werken wie dem „Radetzkymarsch“ oder „Hotel Savoy“. Joseph Roth wurde 1894 in Galizien, in der Nähe der in der heutigen Ukraine gelegenen Stadt Lviv (dem früheren Lemberg), wo er auch die Schule besuchte, geboren. In Kooperation mit dem Zankovetska Nationaltheater Lviv entstand eine Reise in die Welt des Schriftstellers.

Bernardo Arias Porras und Samouil Stoyanov, Foto: Marcella Ruiz Cruz

Die Aufführung beginnt bei seinem Begräbnis 1939 in Paris, grandios als Totengräberduo Solomia Kyrylova und Volkstheater-Publikumsliebling Samouil Stoyanov, dem Joseph Roth, gespielt von einem wehmütigen Bernardo Arias Porras, entsteigt und fortan von den Figuren aus seinem Werk, Überlebenskünstlern und „Hotelpatrioten“ gesucht wird. „Ukrainomania“ ist eine tragikomische Revue seiner Romanfiguren, die nicht nur der Frage nachgeht, wer Joseph Roth eigentlich war – ein Trinker, ein Katholik, ein Jude oder ein Sozialist – sondern die auch in das heutige Lviv führt, einer Stadt, welche mit den Auswirkungen des Krieges zu kämpfen hat. Getreu dem Motto: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ verbindet „Ukrainomania“ Galgenhumor mit Trauer und tanzt auf dem schmalen Grat zwischen Betroffenheit und Amüsement.

Samouil Stoyanov und Solomia Kyrylova, Foto: Marcella Ruiz Cruz

UKRAINOMANIA
REVUE EINES LEBENS

Kooperation mit den Zankovetska Nationaltheater Lviv
nach Joseph Roth
Regie Jan-Christoph Gockel
mit: Bernardo Arias Porras, Alicia Aumüller, Solomia Kyrylova, Nancy Mensah-Offei, Samouil Stoyanov, Stefan Suske sowie Live-Musik: Florian Herzog, Jacob Suske
mit deutschen/ukrainischen Übertiteln, an ausgewählten Vorstellungsterminen auch auf Englisch

https://www.volkstheater.at