Tirol: von Bergen, Tälern und Traditionen

Der Geschäftsführer von Tirol Werbung, Florian Phleps, spricht im SOCIETY-Interview über seine persönlichen Lieblingsorte in Tirol, die vielfältigen Traditionen und Feste des Bundeslandes und die zahlreichen Chancen, die digitales Marketing für Tourismusregionen bieten.

Florian Phleps, Geschäftsführer von Tirol Werbung (c) Oliver Soulas

Was zeichnet Tirol als Tourismusdestination aus?

Der Tourismus spielt in Tirol eine zentrale Rolle: Fast 25.000 Betriebe leben direkt davon. Jeder dritte Euro wird in Tirol direkt und indirekt von der Tourismus- und Freizeitwirtschaft verdient, jeder vierte Vollzeitarbeitsplatz von dieser geschaffen. Das ist die wirtschaftliche Seite.

Darüber hinaus ist es natürlich besonders die alpine Landschaft und Kultur, die Tirol als Urlaubsland prägt. Diese ermöglicht unzählige Aktivitäten zu allen Jahreszeiten. Angefangen beim Sport über kulinarische Erlebnisse in den gemütlichen Tiroler Wirtshäusern bis hin zu den alten Bräuchen in den Tiroler Regionen und Orten.

Was sind Ihre ganz persönlichen Lieblingsorte in Tirol und was muss man dort unbedingt einmal gesehen haben?

Das ist eine schwierige Frage, weil es in Tirol unzählige schöne und besondere Plätze gibt. Wenn ich ein paar herausgreifen müsste, dann wären das folgende:

Der Wildseeloder in meiner Heimat Fieberbrunn. Der wunderschöne Gebirgssee und der Gipfel mit dem Blick auf den Wilden Kaiser sind meine Kraftplätze. Ein weiterer Platz ist die Seegrube in Innsbruck. Hier spürt man die starke Verbindung von urbanem Raum mit dem alpinen. Und zum Schluss noch die beeindruckende Bergnatur am Arlberg, die mich anspricht. 

Wie herausfordernd war und ist die Covid-19-Krise für den Tourismus in Tirol und wie blicken Sie dahingehend in den Sommer?

Die Corona-Pandemie hat uns alle, aber die Tourismusbranche ganz besonders, vor große Herausforderungen gestellt. Neben der Gesundheitskrise ist es für unsere Betriebe wirtschaftlich eine schwierige Situation. Gerade der abgelaufene Winter kommt einem Totalausfall gleich. Mit den voraussichtlich für Mitte Mai angekündigten Öffnungsschritten der Bundesregierung hat der Tiroler Tourismus aber nun eine konkrete Perspektive für das Wiederhochfahren und wir blicken daher optimistisch Richtung Sommer. Als verantwortungsvolle Gastgeber haben sich unsere Betriebe bestens vorbereitet und auch die Nachfrage nach Urlaub in Tirol sowie die weiterhin hohe Anziehungskraft unseres Landes stimmen uns positiv. Sicherheit und Gesundheit werden natürlich an erster Stelle stehen und unsere Regionen und Betriebe werden alles tun, um das zu gewährleisten.

Wie beeinflussen Soziale Medien das Marketing, welche Chancen bieten sie und auf welchen Kanälen ist Tirol Werbung zu finden?

Social Media beeinflussen Marketing nicht nur, sie stellen diese Welt sogar ein Stück weit auf den Kopf, weil sie ganz anders funktionieren als klassische Medien. Soziale Netzwerke sind viel wandlungsfähiger, schnelllebiger und interaktiver als herkömmliche Medien. Auch die Zielgruppen sind viel unterschiedlicher. Damit ist es schwieriger, sie mit dem richtigen Content anzusprechen. Aber gerade diese Punkte machen es so spannend: Man darf auf Social Media mehr Profil und Haltung zeigen, hat die Chance auf Trends in Echtzeit aufspringen zu können, interagiert direkt mit den Menschen, bekommt direktes Feedback und ist immer präsent. Umso wichtiger ist es, in der Fülle des Contents, der täglich rausgeht, einen Mehrwert im Sinne von Information und Unterhaltung zu bieten. Wir in der Tirol Werbung bespielen aktuell die Kanäle Instagram, Facebook, Twitter, LinkedIn, YouTube und Pinterest.

Welche besonderen Feste und Traditionen gibt es in Tirol, die sowohl für nationale als auch für internationale Touristen spannend sein könnten?

Die Traditionen in Tirol sind so vielfältig wie seine Berge und Täler. Letztere haben auch viel dazu beigetragen, dass sich so unzählige Traditionen entwickelt haben, von denen viele bis heute erhalten blieben.

Dazu zählen in erster Linie die Fasnachten, die ganze Dörfer in ihren Bann ziehen. Zwar vereint sie alle das Leitthema „Kampf des Frühlings gegen den Winter“, die Umsetzung ist aber von Dorf zu Dorf, von Region zu Region äußerst unterschiedlich.

Ebenfalls sehr sehenswert sind die Bergfeuer: Bei diesem mittelalterlichen Brauch werden zur Sonnwende um den 21. Juni auf den Tiroler Bergen Feuer entzündet, in manchen Orten wird das auch zur Herz-Jesu-Feier gemacht.

Ein sehr bekannter Brauch ist natürlich der Almabtrieb: Wenn die Tiere im Herbst von der Alm zurückkommen, wird das vielerorts mit schön geschmückten Tieren und Festen gefeiert.Was Veranstaltungen betrifft, so sind zum Beispiel die Passionsspiele Erl, das Gauderfest im Zillertal oder die Innsbrucker Promenadenkonzerte zu erwähnen.

Titelbild: Andi Frank

Zum Tourismusportal geht es hier:

www.tirol.at

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