Labels and Love

Jahr für Jahr pilgern tausende Frauen in die Modemetropolen dieser Welt zu den heiß begehrten Fashionweeks, auf der Suche nach den zwei „L“ – Labels & Love. So manche Frau schafft es mit beidem in ihrem Gepäck wieder zurückzukehren, Labels und Mr. Right.
Von JEANNINE NUJIC
Für alle anderen heißt es „shopping for Labels, shopping for Love.“ So machte auch ich mich auf und begab mich auf die Suche…
In New York, Mailand, London und Paris warteten die begehrten Designer mit den neuesten Kreationen auf, gesehen und gesehen werden ist hier das Motto. Wer es dorthin geschafft hat, hat es geschafft.
Retrochic hieß es in New York, Marc Jacobs und Ralph Lauren setzen auf schwere und grobe Stoffe, sowie jede Menge Federn. Fendi, Prada und Gucci hingegen präsentierten sich als Paradiesvögel und zeigten sich Farbenfroh. Paris macht seinem Namen als Modehauptstadt mit großartigen Shows alle Ehre. Vor allem Chanel, Valentino und Alexander McQueen beeindruckten in der Stadt der Liebe.
Ein atemberaubendes Spektakel und für mich eines der Highlights war die Show von Chanel in Paris. Karl Lagerfeld setzte die aktuelle Kollektion mit einer in Weiß gehaltenen Unterwasser-Kulisse der Extraklasse in Szene. Das Fazit: Jede Menge Labels gab es zu sehen, tolle Shows und umso bessere Partys. Mr. Right ließ dieses Jahr auf sich warten, und so brachte ich nur ein „L“ mit und versuche es nächstes Jahr wieder, bei meiner Suche nach Labels and Love.
Vienna Fashionweek 2011: Zwei „L“?
Auf meiner Suche nach den zwei „L“ führte mich mein Weg auch zur diesjährigen Fashionweek in Wien. Weniger glamourös ging es hier zu, und es machte fast so den Anschein, als müssten wir noch einiges aufholen. Wieder saß ich in der ersten Reihe und war weniger gespannt auf die Show. Doch dann folgte ein Intro, das wohl alle im Raum aufblicken ließ.
Die Show von Fashiondesignerin Martina Müller, Label Callisti, startete mit einem tollen Videospot, einer grandiosen Musikunterlegung, und auch die Auswahl ihrer Models war authentisch und gut getroffen.
So gewann sie auch so manch österreichische Promidame als Model für ihre Show. Mit klassischen Kreationen, erdigen Farben sowie sehr körperbetonten Schnitten überzeugte sie.
Und so manche Frau, zu der auch ich gehörte, hätte wohl am liebsten die ganze Kollektion mit nach Hause genommen.
Mein Fazit: Zumindest fand ich ein „L“ auf der Vienna Fashionweek 2011, und eingehüllt in die stylishen, figurbetonten, sexy Kreationen meines Lieblings-Labels, lässt das zweite „L“ – diesen Winter hoffentlich – nicht mehr lange auf sich warten. Und falls es mit Mr. Right doch nicht klappt, gilt das Motto: „Don‘t cry, buy a bag, shoes & a dress – go out and then get over it.“
Luxury Couture Collection
Im Jänner 2007 gründete Martina Müller das erfolgreiche Fashion-Label CALLISTI und eröffnete noch im selben Jahr ihren ersten Shop in Wien mit der Spezialisierung auf Pret-á-porter/Ready to Wear Kollektionen.
2009 erweiterte die Designerin ihr Sortiment um eine Couture Linie, der „Luxury Couture Collection“, die nun jährlich zur Ball-Saison neu erscheinen wird. Die Designerin hatte eine Kollektion vor Augen, die zeitlose Eleganz und moderne Sinnlichkeit widerspiegeln sollte. Zu den Liebhabern des Labels zählen mittlerweile Hollywood-Größen wie Brooke Shields. Reduzierte und klare Designs, die die Vorzüge des weiblichen Körpers hervorheben sowie höchste Qualität bestimmen ihre Kollektionen. Ihre Kreationen sind figurbetont, feminin, sexy, jedoch immer mit einem edlen, klassischen Touch versehen. Zeitlose Eleganz und moderne Sinnlichkeit ist die Handschrift ihrer Kollektionen.
INTERVIEW mit Martina Müller
Fashion-Label CALLISTI
Was zeichnet deine Kreationen, deinen Stil aus?
Meine Kreationen sollen nicht „verkleiden“ sondern „einkleiden“, also die Persönlichkeit der Trägerin unterstreichen. Ich lege Wert darauf, die Vorzüge des weiblichen Körpers hervorzuheben. Die Frau soll sich in Callisti-Kleidern wohl und schön fühlen.
Du hast ja genau genommen keine fachspezifische Ausbildung, wie hast du es trotzdem geschafft?
Das Modedesignen in Form von Skizzen war von klein an meine Leidenschaft, ich habe schon in meiner Jugend Kleider für mich und Freunde entworfen. Das Nähen habe ich mir innerhalb von vielen Jahren selbst beigebracht. Ich habe in meinen intensivsten „Selbstlern-Phasen“ etwa tausend Kleidungsstücke pro Jahr genäht! Übung macht ja bekanntlich den Meister. Ich bin also Autodidakt.
Was bedeutet Callisti?
Callisti bedeutet im Neugriechischen „für die Schönste“. Genau das ist es, was ich mit meiner Mode ausdrücken möchte.
In welchen zwei Kleidern würdest du die Ladies auf die Suche nach den zwei „L“ schicken?
Das Elastik-Wollkleid mit Leder-Applikationen ist das perfekte Shoppinoutfit, mit dem Etui-Kleid ist man auf der Suche nach dem Traummann bestens gekleidet.


